Klootschießen:

 

Der Klootschießer nimmt Anlauf auf einer etwa 20 Meter langen Matte und wirft den Kloot von einem Absprungbrett aus. Dabei kommt es nicht nur auf die Weite des Wurfs an sondern auch darauf, dass der Kloot innerhalb des relativ schmalen Wurffeldes bleibt. Der Wurf erfordert viel Kraft, Präzision und die Beherrschung des Bewegungsablaufs. Es wird unterschieden in Standkampf und den Feldkampf.  

Straßenboßeln:

   

Beim Straßenboßeln treten in der Regel zwei Mannschaften gegeneinander an, die als Wurfstrecken vor allem öffentliche Straßen benutzen. Wie beim Klootschießen nimmt der Werfer Anlauf, die Wurftechnik ähnelt aber eher der beim Kegeln und daher wesentlich leichter zu lernen. Der Werfer läuft an und fängt vor dem Absprung (ohne Absprungbrett) an, den Wurfarm leicht zu pendeln. Vor dem Wurf wird der Wurfarm einmal weit nach hinten genommen. Beim Wurf muss der Arm mit größtmöglichem Kraftaufwand nach vorn schnellen. Wie beim Feldkampf der Klootschießer geht es auch beim Straßenboßeln darum, mit den Würfen eine möglichst weite Strecke zurückzulegen.

Weideboßeln:

    

Beim Weideboßeln handelt es sich um einen Standkampf, der ausschließlich auf Wiesen oder Sportplätzen ausgetragen wird. Die Flugbahn der Kugel ist wesentlich weiter als beim Straßenboßeln und die Beschaffenheit des Bodens spielt eine geringere Rolle. Der hölzerne Weideboßel hat, je nach Altersklasse, bis zu 10,5 Zentimeter Durchmesser.

   

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© Wolfgang Niemeyer